|
Vejer de la Frontera (Provinz Cádiz) ist eine Stadt in der Autonomen Region Andalusien im Süden Spaniens an der Costa de la Luz und eines der fotogensten Städte der Provinz von wo aus man eine herrliche Aussicht genießt. Sie liegt 9 km von der Küste entfernt auf einem Hochplateau, 50 km südöstlich der Provinzhauptstadt Cádiz. Man erreicht sie über die Ausfahrt an Km 36 an der Nationalstraße N-340 nach Algeciras.
Sehenswürdigkeiten
Historisches Stadtbild mit etwa 2 km langer Stadtmauer, 4 Stadttoren und 3 Türmen
Castillo (die ehemalige maurische Burg aus dem 10./11. Jh. wurde auf dem höchsten Punkt der Altstadt angelegt. Im 14./15. Jh. wurde die christliche Burg dort errichtet; im 19. Jh. verändert)
Casa Mayorazgo (ein barockes Gebäude aus dem 18. Jh.)
Pfarrkirche Divino Salvador (aus dem 14. Jh., ab Ende des 16. Jahrhunderts im spätgotischen Stil erweitert)
Iglesia del Convento de la Concepción (die Klosterkirche wurde ab 1552 erbaut; Renaissance-Portal)
Geschichte:
Vejer wurde früher als strategischer Mittelpunkt angesehen. Erstens lag es sehr hoch, und mit der Aussicht auf das Meer, die Berge und den Fluß (Rio Barbate) war es für die alten Romer, Phönizier und Kartagener sehr wertvoll. Sie kolonisierten spater die Halbinsel.
Die Romer gründeten "Bessipo", das heutige Vejer. Es gibt viele Spuren von dieser Zeit in der Umgebung wie z.B. der Aquaedukt von Sta. Lucia. Nach den Romern waren die Westgoten hier.
Die berühmte Schlacht von "La Janda" fand hier statt. In der Schlacht besiegte der arabische König Tarik, den spanischen König Don Rodrigo, dafür verblieb die Gegend unter der arabischen Herrschaft für mehr als 600 Jh.. Vejer hat einen grossen Einfluß von diesen Zeiten beibehalten z.B. die engen Strassen, oder die typischen Kleidern von den Frauen, die "Cobijado" heißen. Das schwarze Kleid das die Frauen trugen bedeckte den ganzen Körper ausser das linke Auge.
Die Altstadt ist von einer Stadtmauer umgeben die ca. 1 km. Lange hat. Die Mauer datiert aus dem XIII Jh. und hat vier Tore und drei Türme.
Im Jahre 1250, Fernando III, genannt "der Heilige", gewann die Stadt für Castilla, und Vejer und sein Schloß gehörten zu der Grenze gegen die Araber im Süden, daher sein Name "Vejer de la Frontera". Der König schenkte das Land an Alonso Perez de Guzmän, der der Gründer von dem herzoglichen Haus von Medina Sidonia war.
Das erste Tor ist das besterhaltenste und heißt "Puerta del Mayo-razgo", weil es neben dem Haus von dem Mayorazgo steht. Das Haus hat eine barocke Fassade. Hier wohnte der Buchhalter von dem Herzog von Medina Sidonia. In diesem Haus gibt es auch den "Homenage Turm".
Der Hauptweg von Cádiz führte durch das zweite Tor "Puerta de la Villa", das dadurch zum Haupttor wurde.
Neben diesem Tor ist "Plaza de los Pescaitos" (Der Platz von den Fischen), der in der Mitte dieses Jahrhundert erbaut wurde. Dieser Platz kann als Stadtmittelpunkt bezeichnet werden, den Rathaus und Ge¬richt sind heute noch vorhanden.
Auf dem höchsten Punkt von Vejer steht die Burg, sie wurde in dem XI Jahrhundert erbaut und gehörte vor vielen Jahren zu den Herzogen von Medina Sidonia. Unter der Burg ist "Puerta Cerrada" (geschlossenes Tor) und das jüdische Stadtviertel.
Am Ende des jüdischen Stadtviertels Steht das "Convento de las Monjas Concepcionistas", das einzige Gebäude von der Renaissance. Zuerst gehörte es den Nonnen, spater zu der Familie Castrillon. Eine alte Frau von dieser Familie schenkte das Gebäude dem Rathaus mit einer Bedingung. Es kann nicht für Politik oder Religiöse Gründe benutzt werden.
Auf den Weg zu dem Schloß gibt es eine Strasse die Lal-lah Zuhra gewidmet ist. Sie war eine Frau von Vejer die den arabischen König Ali Ben Rasid heiratete. Sie wohnte in Xauen (Marokko). Die aus dem XV Jh. überliefert Legende sagt, daß Sie ihr Dorf so herbeisehnte daß sie nicht glücklich sein konnte. Ihr Gemahl befahl eine andere Stadt gleich nach Vejer zu bauen. Beide Dörfer sind heute vereinigt.
Auf dem höchsten Punkt der Stadt befand sich früher die alte Moschee, die heute die Kirche Divino Salvador ist. Man kann leicht zwei Stile differenzieren, gotisch und Mudéjar.
Das letzte Tor ist "Puerta de la Segur", die Juan Relinque gewidmet ist. Er war ein Vejerieger der kämpfte gegen die Herzoge von Medina Sidonia. Die Herzoge versuchten sich das Land was dem Volk gehörte anzueignen. Dieses Lande gibt es noch heute, und wird alle vier Jahre verlost. Das ist die "Hazas de la Suerte".
Die meisten der 13.000 Einwohner bestreiten Ihren Lebensunterhalt durch Ackerbau und Viehzucht. Seit kurzer Zeit ist Vejer auch für den Fremdenverkehr sehr attraktiv geworden.
Im Jahre 1976 wurde es unter Denkmalschutz gestellt, und im Jahre 1978 wurde es mit dem Preis "Das Schönsten Dorf" belohnt.
Feste & Feiertage:
Die Hauptfeste die in Vejer stattfinden sind die "Semana Santa" (Karwoche), "La Feria de Abril" (Aprilfest) und "La Velada de Agosto" (Fest der Schutzpatronin).
Die Karwoche ist sehr interessant. Am Gründonnerstag und Karfreitag werden die Heiligenstatuen auf den Schultern der Leute getragen. Insgesamt gibt es fünf "pasos" die die Passion und den Tod Christi vorstellen. Das bekannteste von dieser Woche ist der Sonntag der Aufer¬stehung. Denn hier wird ein Stier durch die engen Gassen gehetzt und die Leute laufen dazwischen.
"La Feria de Abril" (Aprilfest) fing an als Fest der Viehzucht. Aber heute ist es mehr ein Fest für Junge und Jungebliebene, die Sevi-llanas tanzen und Manzanilla trinken.
Die "Velada de Agosto" ist für die Jungfrau Oliva, die die Schutz¬patronin von Vejer ist. Am 10. August wird die Schutzpatronin von Vejer von den Leuten aus der Wahlfahrtskirche die sich zwischen Barbate und Vejer befindet, in einer Prozession auf den Schultern der Leute hier hochgebracht, und bleibt für 14 Tage hier. Am 24. August geht die Schutzpatronin in Ihre Wallfahrtskirche wieder mit der gleichen Prozes¬sion zurück. In diesen 14 Tagen wird nur gefeiert. Am 15. August ist das Hauptfest von der Jungfrau Oliva. An diesem Tag wir die Schutzpa¬tronin auf den Schultern der Leute durch die engen Gassen getragen.
Es gibt viele Geschäfte wo man Handwerksarbeit kaufen kann. Die Besonderheiten sind die Palmzweige und die Schnitzereien.
Das typische an der Küche von Vejer ist das frittieren. In Vejer so wie an der ganzen Küste von Cádiz ist sehr typisch der gebackene Fisch. Auch sehr Typisch sind die Tacarninas (Gemüse der Zone), die auf sehr viele Arten gekocht werden können. In Sommer ist der "Gazpacho" (kalte Tomatensuppe mit Gurken, Zwiebeln und Knoblauch) sehr populär. In der Karwoche war es früher so, das die Frauen gemeinsam Zuckerbrezel her¬stellen. Dieser Brauch wird heute nur noch vereinzelt fortgeführt.
Tourismus:
Vejer besitzt einen vorzüglichen Strand, nur 9 km von der Gemeinde entfernt: El Palmar (neben dem historischen Leuchtturm von Trafalgar), mit feinem Sand und klarem Wasser, ideal für Unterwasserjagd und Wassersport.
Es bestehen tägliche Linenbusverbindungen mit der Hauptstadt und anderen Gemeinden der Provinz.
Ortsteile:
In der Nahe von Vejer befinden sich die nachstehenden interessanten Orte:
SANTA LUCIA Es liegt ca. 4km. von der Stadt Vejer entfernt, und befindet sich im Tal zwischen La Muela und Vejer. Es wurde vor einigen Jahren unter Natur-und Monumentalschutz gestellt. Wegen der Wasserquellen gibt es hier eine besondere Fauna und Flora, dafür ist es für das Land und die Landwirt¬schaft sehr brauch- bzw. nutzbar. Das Wassersystem wurde einst von den Ro¬mern errichtet und spater von den Arabern perfektioniert. (Aquaedukt, Wa¬ssermühle und Wasserkanäle). Dieses alte Wassersystem wird heute noch von den Dörfern benutzt. Seit einem Jahr wird wieder die Werkschule für Stein¬arbeiten und Forstwirtschaft im Ort betrieben.
LA OLIVA Es ist ein Ortsteil der 6km. von Vejer Richtung Barbate entfernt liegt. Es ist auch ein fruchtbares Gemüse und Obstland, weil der "Rio Barbate" hier durchfließt. Hier steht die Wahlfahrtskirche "Nª Sª de la Oliva", die Schutzpatronin von Vejer. Die Wahlfahrtskirche ist eine typisch Andalusische Konstruktion und wurde über einer alten Westgotischen Kirche im Jahr 684 errichtet. Am 7. May wird die Jungfrau Oliva in einer Prozession um die Wahlfahrts¬kirche und Umgebung getragen. Die Besucher pilgern am Morgen hierher und verweilen bis zum Abend.
EL PALMAR Es liegt ca. 12 km. von Vejer entfernt und hat einen ca. 7km. langen Sandstrand, der von weitem mit seinem weissen Strand die Leute anzieht. Ideal ist "El Palmar" auch für alle Wassersportarten und besitzt unter anderen auch die Blaue Flagger der E.U. Heute noch ist es eine eher ruhige und rustikale Zone ohne grosse Hotels-,Yacht-bzw. Sporthafen. Wegen seinem Strand und der Ruhe genießt es einen immer grosseren Touristischen Anteil.
EL SOTO Für den Fremdenverkehr ist El Soto seit kurzer Zeit sehr attraktiv geworden. Mit einem neuerstellten Luxushotel in schöner Naturumgebung eingepasst eroffnen sich für alle sehr viele Möglichkeiten z.B. hat es einen wunderbar angelegten Golfplatz, sowie ein Reitfeld wo auch Turnie¬re stattfinden. Für alle Orte lohnt es sich auch mal ein Fahrrad zu leihen und in die Pedale zu treten. In Vejer ist es auch möglich Fallschirm zuspringen oder Paragliding zu betreiben. Es bieten sich für alle Altergruppen verschiedene Möglichkeiten Abwechslungsreiche und Erholsame Ferien zu verbringen. Egal ob Hotel-, Pension- oder Campingurlaub. Für den Anflug eignet sich Jerez oder Malaga wo man sich auch für wenig Geld ein Mietwagen leihen kann.
| Autonome Region: | Andalusien |
| Provinz: | Cádiz |
| Einwohner: | ca. 13000 (2004) |
| Höhe: | 190m ü. NN |
| Geografische Lage: | 36°15'12.16" N 5°57'45.92" W |
| Postleitzahlen: | 11150 |
| URL: | http://www.vejer.com |
|